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🗺️Zwischen Regentropfen und kleinen Erfolgen

  • Autorenbild: Vanessa Bader-Drabsch
    Vanessa Bader-Drabsch
  • 6. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

🗨️Was ist passiert?


Die letzten beiden Tage haben mir wieder gezeigt, dass das Camperleben selten nach Plan verläuft. Manchmal fühlt es sich an, als würde jeder kleine Erfolg direkt von einer neuen Herausforderung begleitet werden – und trotzdem komme ich Schritt für Schritt voran.

Mein Alltag hat inzwischen einen ganz eigenen Rhythmus. Morgens kümmere ich mich um den Garten, wasche Wäsche, sammle alles, was die Natur hergibt, und versuche, den Camper so gemütlich wie möglich zu halten. Das wechselhafte Wetter macht mir dabei allerdings einen Strich durch die Rechnung. Regen und Wäsche vertragen sich eben genauso wenig wie verdorbene Würstchen mit Bohnen und ein hungriger Magen. Auch der Obstkuchen, auf den ich mich so gefreut hatte, war leider keine gute Idee.

Zum Glück gibt es inzwischen einen Ort, an dem ich einfach abschalten kann. Die Leiter zum Dach funktioniert endlich, und dort oben rolle ich regelmäßig meine Yogamatte aus. Zwischen Regenwolken und Sonnenstrahlen finde ich jedes Mal ein bisschen Ruhe. Manchmal übe ich draußen, manchmal muss ich wegen des Wetters nach drinnen ausweichen. Trotzdem merke ich, wie gut mir diese kleinen Auszeiten tun. Mit jeder Übung wachse ich ein Stück mehr über mich hinaus und habe sogar meine Wellness-Fähigkeiten weiter verbessert.


Auch meine Leidenschaft für das Blumenbinden entwickelt sich langsam weiter. Ich habe mehrere Blumenarrangements gestaltet, Fotos davon gemacht und sie über Plopsy zum Verkauf angeboten. Es fühlt sich schön an, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und anderen damit eine Freude zu machen. Nicht jedes Paket, das ich erhalte, ist allerdings eine Überraschung im positiven Sinne. Zwischen einem faulen Lachs, einem Regenbogenfisch, zwei kleinen Törtchen und einem Erneuerungstrank musste ich schon etwas schmunzeln. Das Camperleben bleibt eben unberechenbar.


Natürlich war ich auch wieder viel unterwegs. Ich habe Wasser gesammelt, Fossilien ausgegraben, Zeitkapseln geöffnet und alles verkauft, was ich entbehren konnte. Langsam zahlt sich die Mühe aus. Ich merke, wie sicher ich im Leben mit der Natur werde und wie viel ich inzwischen gelernt habe. Mein großer Traum vom Wasseraufbereiter rückt näher – auch wenn die fehlenden Simoleons ihn noch ein kleines Stück außer Reichweite halten.

Für den wohl überraschendsten Moment dieser Tage sorgte allerdings Bennett. Während eines ganz normalen Besuchs entwickelte sich plötzlich ein völlig unerwartetes Techtelmechtel – mitten auf dem Boden und direkt vor Julie. Ich musste selbst darüber lachen, weil es so überhaupt nicht geplant war. Trotzdem bleibt es dabei: Bennett und ich sind keine feste Beziehung. Vielleicht entstehen auf Reisen einfach manchmal Momente, die genauso schnell wieder vorbeiziehen, wie sie begonnen haben.

Den schönsten Erfolg gab es zum Schluss. Ich nahm einen Gelegenheitsjob an und sollte einen Bonsaibaum verschönern. Mit viel Geduld und etwas Kreativität gelang das Projekt so gut, dass der Bonsai tatsächlich einen Wettbewerb gewann. Angeblich wurde er sogar in den Weltraum geschickt – eine Geschichte, die ich vermutlich noch lange erzählen werde. Die Belohnung und das Trinkgeld reichten schließlich aus, um mir endlich den Tausammler leisten zu können.


Als ich ihn neben dem Camper aufstellte, hatte ich zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, dass sich all die kleinen Schritte wirklich summieren. Es sind nicht die großen Sprünge, die mich dieser Reise näherbringen, sondern all die kleinen Entscheidungen, jeden Tag weiterzumachen.


💭Gefühl des Sims


Diese Tage waren ein ständiges Auf und Ab.

Ich war genervt vom schlechten Wetter und den kleinen Missgeschicken. Entspannt, wenn ich auf der Yogamatte einfach den Moment genießen konnte. Überrascht von Begegnungen, die ich nie geplant hätte. Und vor allem stolz, weil sich meine harte Arbeit langsam auszahlt.


👋Menschen, die ich traf


  • Bennett, der für einen völlig unerwarteten Moment sorgte.

  • Julie, die unfreiwillig Zeugin dieser etwas peinlichen Situation wurde.

  • Einige Besucher, die immer wieder am Camper vorbeischauten und den Alltag ein wenig bunter machten.


📖Was ich gelernt habe


  • Manchmal sind die kleinen Routinen das, was einem Halt gibt.

  • Entspannung ist genauso wichtig wie harte Arbeit.

  • Nicht jedes unerwartete Ereignis muss ein Problem sein – manchmal wird daraus einfach eine gute Geschichte.

  • Geduld zahlt sich aus. Jeder Gelegenheitsjob bringt mich meinem großen Ziel ein Stück näher.


Screenshot‑Moment



✍️ Gedanken zum Abschluss


Mein Ziel von 500 Simoleons wirkt inzwischen greifbarer denn je. Mit jedem verkauften Blumenstrauß, jedem ausgegrabenen Fossil und jedem erfolgreich abgeschlossenen Gelegenheitsjob wächst nicht nur mein Kontostand, sondern auch mein Vertrauen in mich selbst.

Vielleicht geht es auf dieser Reise gar nicht darum, möglichst schnell anzukommen. Vielleicht geht es darum, unterwegs zu lernen, dass selbst regnerische Tage ihren Platz haben – und dass manchmal sogar ein kleiner Bonsaibaum den Weg zu etwas Größerem ebnen kann. 🌿🚐

 
 
 

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